Das US-Exportkontrollrecht ist ein Musterbeispiel für extraterritoriale Auswirkungen nationaler Rechtsvorschriften auf andere Staaten. So fallen z.B. nahezu alle Güter US-Ursprungs, egal wo auch immer sie sich auf der Welt befinden, für alle Zeiten unter dessen Geltungsbereich. Selbst aus Unkenntnis begangene Rechtsverstöße können mit hohen Geldstrafen und einer mehrjährigen US-Handelssperre sanktioniert werden. Eine fundierte Kenntnis der Vorschriften des US-Exportkontrollrechts ist daher unumgänglich. So ist die sichere Beurteilung von Geschäftsvorgängen im Hinblick auf US-amerikanische Exportkontrolltatbestände für den Exportkontrolleur keine einfache Aufgabe, da in den Vorschriften an unzähligen - oft "versteckten" - Fundorten meistens Export und Reexport gemeinsam behandelt werden. Die ständigen Änderungen kontinuierlich im Federal Register zu verfolgen und bestehende "Fallstricke" zu entdecken, sind nur einige der umfangreichen Herausforderungen, bei deren Bewältigung das Vertiefungsseminar unterstützende Prozesse und Methoden anbieten soll.
Dieses Seminar richtet sich an alle, die ihre Kenntnisse zum US-Exportkontrollrecht auffrischen oder vertiefen wollen und seine Anwendung anhand von Fallbeispielen aus der täglichen Praxis üben möchten. Das Seminar findet in deutscher Sprache statt, wobei allerdings relevante Rechtstexte im Original herangezogen werden, um die Fundstellen in den Vorschriften unverfälscht zu studieren und gleichzeitig Vertrautheit in der Handhabung mit der Terminologie und ihrer korrekten Interpretation herbeizuführen.